August Batzem

August Batzem (* 26. August 1889 in Köln; † 29. Januar 1976 ebenda) war ein rheinischer Volkssänger (Tenor) und Karnevalist.

Der Sohn eines Versandmeisters stand mit 17 Jahren zum ersten Mal als Alleinunterhalter auf der Bühne. Fortan wirkte er als Stimmungssänger und Unterhaltungskünstler an zahlreichen Varietés und im Karneval. 1925 kam es zu einer dauerhaften engen Zusammenarbeit mit Willi Ostermann. Batzem hatte viele Ostermann-Lieder im Repertoire, begann dann aber auch, eigene Lieder zu schreiben. So entstanden zahlreiche Karnevalslieder, die zum Teil noch heute im Kölner Liedgut verankert sind. Zu den von ihm mit Text und Musik verfassten Werken gehören Lieder wie Ich bin der Pötze Fuß, Mer fahre in die Alpe, Heute woll’n wir uns amüsieren oder Annemarie.

In den Zwanzigerjahren begann zusätzlich zur Bühnenkarriere auch eine erfolgreiche Zeit als Plattensänger und Rundfunkkünstler, mit der er weit über Köln hinaus bekannt wurde. Eine Diskografie listet insgesamt rund 250 Aufnahmen mit Batzem auf, wobei er auf dem Plattenlabel oft als „rheinischer Volkssänger“ oder „Tenor, Köln a. Rh.“ bezeichnet wurde. Mehrfach spielte er die Lieder in Begleitung des Orchesters Paul Godwin ein. Bekannte Schellackplatten sind unter anderen Da drunten im Tale am rauschenden Bach, Die Abreise, Nach meiner Heimat zieht’s mich wieder, Müde kehrt der Wandersmann zurück, Wo mag er sein, wo mag er bleiben und Es ging ein Mädchen wohl auf ein Schiff. Einige seiner Lieder sind noch heute als MP3-Download zu kaufen.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg trat Batzem im Kölner Karneval und gelegentlich auch im Fernsehen auf. Er beendete seine Bühnenlaufbahn nicht wie geplant mit Vollendung des 70. Lebensjahres, sondern erst 1969 aufgrund einer schweren Krankheit.

August Batzem hatte trotz aller Erfolge noch einen bürgerlichen Beruf. Er war als Betriebsbeamter und Kameralist (wahrscheinlich im Öffentlichen Dienst) angestellt, was vielleicht die Tatsache erklärt, dass er gleich zum Beginn des NS-Staates, am 1. April 1933, der NSDAP beitrat. Auf seine künstlerische Arbeit hatte dies – im Gegensatz zu einigen anderen Kölner Karnevalssängern – wohl keine Auswirkungen.

Batzems Grabstätte befindet sich auf dem Kölner Südfriedhof (Flur 20).

a) auf CD

b) auf Youtube:

August Batzem, Tenor – Köln am Rhein, mit Männer-Quartett und Paul Godwin Künstler-Ensemble. Grammophon 23 110 (Matr. 1359 1/2 BN -III)

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